Eier-Wissen

Die größten und kleinsten Eier der Welt: vom Straußenei bis zum Kolibri

Das größte Ei eines lebenden Tieres legt der Strauß. Es wiegt etwa 1,5 kg, so viel wie gut 20 Hühnereier. Die kleinsten Vogeleier stammen von Kolibris wie der kubanischen Bienenelfe und wiegen weniger als ein halbes Gramm. Braten lässt sich vieles dazwischen, vom Wachtelei in gut einer Minute bis zum Straußenei, das eher eine Viertelstunde und länger braucht.

Das Straußenei: gut 20 Hühnereier in einer Schale

Ein Straußenei wiegt meist um die 1,5 kg und misst etwa 15 mal 13 cm. Die Schale ist rund 2 mm dick und so stabil, dass sie das Gewicht eines Erwachsenen aushalten soll. Zum Öffnen brauchst du eine Säge oder einen Bohrer. Hart gekocht ist es erst nach gut einer Stunde, eher nach anderthalb. Als Spiegelei füllt es eine 30-cm-Pfanne aus. Feste Zeiten gibt es dafür nicht, rechne bei niedriger Hitze und mit Deckel grob mit 15 bis 20 Minuten und schau regelmäßig nach. Der Geschmack gilt als mild und dem Hühnerei ähnlich. Straußenfarmen in Deutschland verkaufen die Eier in der Legesaison, etwa von März bis September, für grob 20 bis 40 Euro. Satt werden davon acht bis zehn Leute.

Emu, Kasuar, Gans, Ente, Pute

Das Emu-Ei fällt am meisten auf. Es ist dunkelgrün bis fast schwarz, wiegt um die 600 g und hat eine Schale wie polierter Stein. Das entspricht etwa 10 Hühnereiern. In einer 28-cm-Pfanne dürfte es unter dem Deckel gut 10 Minuten brauchen, auch das ist eine Schätzung. Das Kasuar-Ei ist hellgrün und ähnlich groß, kommt aber praktisch nie in den Handel.

Gänseeier wiegen 140 bis 200 g, so viel wie zwei bis drei Hühnereier, und schmecken kräftiger. Als Spiegelei brauchen sie geschätzt 6 bis 8 Minuten, das Eiklar wird dabei fester als beim Hühnerei. Enteneier liegen bei 70 bis 90 g und haben einen großen, fettreichen Dotter. Brate sie 4 bis 5 Minuten und immer ganz durch, denn Enteneier gelten als häufiger mit Salmonellen belastet. Puteneier wiegen 75 bis 90 g und schmecken fast wie Hühnereier. Im Handel sind sie selten, weil Puten wenig legen und die meisten Eier in die Brut gehen.

Huhn und Wachtel

Das Hühnerei wiegt in den gängigen Klassen M und L 53 bis 73 g, alle Details unter Eiergröße und Frische. Das Wachtelei bringt 10 bis 12 g auf die Waage, etwa ein Fünftel eines Hühnereis, und ist das kleinste Ei, das du im Supermarkt findest. Wie du es öffnest und in 60 bis 90 Sekunden brätst, steht unter Wachteleier als Spiegelei.

Die kleinsten Vogeleier: Kolibris

Die Bienenelfe lebt auf Kuba und ist mit 5 bis 6 cm der kleinste Vogel der Welt. Ihre Eier wiegen etwa 0,3 bis 0,4 g und sind kaum größer als eine Kaffeebohne. Ähnlich winzige Eier legt die Zwergelfe, die auf Jamaika und Hispaniola lebt, und je nach Quelle gilt das eine oder das andere als Rekordhalter. Ein Hühnerei wiegt so viel wie 150 bis 200 davon. Die Bienenelfe steht unter Schutz, und ihr Ei bleibt, wo es ist.

Das größte Ei aller Zeiten: der Elefantenvogel

Auf Madagaskar lebte bis vor etwa tausend Jahren der Elefantenvogel, ein flugunfähiger Riese von rund drei Metern Höhe. Sein Ei wog etwa 10 kg, war gut 30 cm lang und fasste so viel wie etwa 150 Hühnereier. Es gilt als das größte bekannte Ei eines Landwirbeltiers und übertrifft auch die bisher gefundenen Dinosaurier-Eier. Erhaltene Exemplare werden gelegentlich versteigert und erzielen dann fünfstellige Beträge und mehr.

Das größte Ei überhaupt: der Walhai

Rechnet man alle Tiere ein, hält ein Fisch den Rekord. 1953 wurde im Golf von Mexiko die Eikapsel eines Walhais gefunden, etwa 30 cm lang und 14 cm breit, mit einem rund 35 cm langen Embryo darin. Normalerweise legen Walhaie ihre Eier allerdings gar nicht ab. Die Jungen schlüpfen im Körper der Mutter und kommen lebend zur Welt.

Das Rekord-Hühnerei

Das schwerste dokumentierte Hühnerei soll etwa 450 g gewogen haben. Gelegt hat es laut Guinness-Buch 1956 eine weiße Leghorn-Henne in New Jersey, es hatte zwei Dotter und eine doppelte Schale. Im Alltag sind Hühnereier über 80 g oft Doppeldotter-Eier junger Hennen, mehr dazu unter Weiße, braune und gepunktete Eier.

Alle Eier im Vergleich

TierGewichtEntspricht HühnereiernSpiegelei-Zeit
Elefantenvogel (ausgestorben)ca. 10 kgca. 150entfällt
Straußca. 1,5 kgca. 20 bis 25geschätzt 15 bis 20 Min mit Deckel, Pfanne 30 cm
Emuca. 600 gca. 10geschätzt gut 10 Min mit Deckel, Pfanne 28 cm
Kasuarca. 600 gca. 10praktisch nicht erhältlich
Gans140 bis 200 gca. 2 bis 3geschätzt 6 bis 8 Min
Pute75 bis 90 gca. 1,54 bis 5 Min
Ente70 bis 90 gca. 1,54 bis 5 Min, Dotter fest
Huhn53 bis 73 g13 bis 4 Min
Wachtel10 bis 12 gca. 0,260 bis 90 Sek
Bienenelfe (Kolibri)ca. 0,3 bis 0,4 gweniger als 0,01bitte nicht

Die Zeiten für Huhn und Wachtel sind Richtwerte für Stufe 4 von 9 in einer vorgeheizten Pfanne, wie unter Das perfekte Spiegelei beschrieben. Die Angaben für Gans, Emu und Strauß sind aus Gewicht und Dicke hochgerechnete Schätzungen. Verlass dich dort auf den Blick unter den Deckel.

Wenn du ein großes Ei brätst. Öffne es über einer Schüssel und gieß den Inhalt dicht über dem Pfannenboden ein. Stell die Hitze eine Stufe niedriger als beim Hühnerei und leg von Anfang an den Deckel auf, sonst ist die Unterseite verbrannt, bevor die Oberseite stockt. Ein Teelöffel Wasser neben dem Ei hilft mit Dampf nach. Der Dotter eines Straußeneis ist gut faustgroß und wird nur mit Geduld wachsweich.

Häufige Fragen zu Eiern im Tierreich

Kann man ein Straußenei als Spiegelei braten?

Ja. Es füllt eine 30-cm-Pfanne und braucht bei niedriger Hitze mit Deckel grob 15 bis 20 Minuten, das ist ein Schätzwert. Ein Ei ergibt 8 bis 10 Portionen und schmeckt mild, ähnlich wie ein Hühnerei.

Wie viele Hühnereier ersetzt ein Straußenei?

Etwa 20 bis 25 Eier der Größe M, je nach Gewicht. Ein Emu-Ei ersetzt rund 10, ein Gänseei 2 bis 3 und ein Entenei etwa 1,5. Für ein Hühnerei brauchst du ungefähr 5 Wachteleier.

Welches ist das kleinste Ei der Welt?

Unter den Vögeln legen Kolibris die kleinsten Eier. Das Ei der Bienenelfe aus Kuba wiegt etwa 0,3 bis 0,4 g und ist kaum größer als eine Kaffeebohne. Insekten und viele Fische legen noch weit kleinere Eier.

Schmecken Enten- und Gänseeier anders als Hühnereier?

Ja, kräftiger und etwas fettiger, weil der Dotteranteil höher ist. Das Eiklar wird beim Garen fester. Enteneier solltest du immer durchgaren. Gänseeier eignen sich gut für Rührei und Teig.